Lagebild / Photovoltaik auf dem Dach erleichtern / Streitfrage

Wo soll die Grenze der Zertifikatspflicht für Anlagen liegen?

Die Grenze der Zertifikatspflicht soll auf 1 MWp angehoben werden.

BrückeAusgestaltungEin Instrument: wie die Regel aussehen soll, wenn sie kommt.

Wer es für richtig hält

Strategie-Unterstützer mit Flächenöffnung
  • 20 stimmen zuBNE, BSW, BDEW, MdB Dr. Jörg Lange (Deutscher Bundestag), BBEn, DGS, Schwarz Unternehmenskommunikation GmbH & Co. KG, DGRV, HDE, Solar Cluster Baden-Württemberg und 10 weitere Organisationen
  • 10 lehnen abNaturstrom AG, ZDH, DIHK, EWS Elektrizitätswerke Schönau eG, ZVEH, Galicium Solar GmbH, Saarland (Ministerium), Neldnerconsult und 2 Privatpersonen
  • 240 äußern sich nicht
Ausbau-Beschleunigung durch Deregulierung
  • 7 stimmen zuEnergiekonzepte Deutschland GmbH, ErneuerbareEnergien Neckar-Alb eG, Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht (QVSD e. V.), NLF GmbH, DFMG und 2 Privatpersonen
  • 3 lehnen abSPD, Lesolco GmbH und 1 Privatperson
  • 131 äußern sich nicht

Abgeleitet aus dem Text der Stellungnahmen (Jev), nicht abgestimmt.

Was belegt ist und was folgt

Brücke. Beide Lager stimmen zu, aus denselben Gründen. Darauf lässt sich bauen.

Begründungs-Check: Die sichtbaren Gründe beider Lager weisen in dieselbe Richtung. Alle drei Zitate (NLF, HDE, DGRV) fordern die Anhebung der Zertifikatsgrenze auf 1 MW(p), und die Begründungspunkte (Dimensionierung knapp unter der Grenze, Projektabbruch, verschenktes Ausbaupotenzial, Bürokratielast für Bestandsanlagen) laufen alle auf dasselbe Ziel hinaus: weniger Hürden für den Anlagenzubau, ohne erkennbaren gegenläufigen Zweck.

Belege: 1 von 15 zitierten Textstellen nennen Belege: Beispiel aus der Praxis (NLF GmbH).

Woher es stammt

8 Argumente aus 10 Stellungnahmen

„Daher schlagen wir vor, die Grenze für ein erforderliches Anlagenzertifikat auf die alte Grenze aus dem Jahr 2018 in Höhe von 1 MWp anzuheben.“

NLF GmbHAusbau-Beschleunigung durch Deregulierung

„schlägt vor, die 135 kW-Grenze für verpflichtende Zertifizierungsverfahren auf 1 MW anzuheben“

HDE – Handelsverband Deutschland e. V.Strategie-Unterstützer mit Flächenöffnung

Befund

Bei der Frage, wo die Zertifikatspflicht für Anlagen enden soll, tragen beide Lager die Anhebung auf 1 MWp. Im Lager „Strategie-Unterstützer mit Flächenöffnung“ stimmen 20 von 30 Organisationen zu, im Lager „Ausbau-Beschleunigung durch Deregulierung“ 7 von 10. Auch die Begründungen weisen in dieselbe Richtung. Der Handelsverband HDE will die 135-kW-Grenze auf 1 MW anheben, der Genossenschaftsverband DGRV will das Zertifikat erst ab 1 MW. Die NLF GmbH verweist auf die alte Grenze von 2018. Genannt werden Anlagen, die knapp unter der Grenze gebaut werden oder ganz scheitern, verschenktes Ausbaupotenzial und Zertifikatspflichten für Bestandsanlagen. Der Gesetzgeber kann die 1-MWp-Grenze daher als gemeinsame Grundlage nehmen und muss darüber keinen Streit zwischen den Lagern austragen. Offen bleibt nur die Umsetzung, etwa über die Überarbeitung der VDE-AR-N-4110 und die Behandlung der Bestandsanlagen.

Wie es mit anderen Streitfragen zusammenhängt

Prüfpfad

Jedes Argument unter dieser Streitfrage lässt sich bis zur Textstelle zurückverfolgen, mit jeder Entscheidung der Maschine und wie sicher sie war. Die meisten nehmen die Zielkonflikt-Frage auf: Verletzt die Maßnahme nebenbei ein anderes Ziel?

Zertifikatspflicht trifft bei Zubau auch alle Bestandsanlagen Privatperson 109, ENVIRIA Energy Holding GmbH

Wer bereits Anlagen betreibt (z. B. 120 kW) und eine kleine Anlage (unter 30 kW) ergänzen will, muss für alle Bestandsanlagen und die neue Anlage ein Zertifikat beantragen.

  1. Aus der Stellungnahme von Privatperson 109 zerlegt (Sprachmodell, claude-sonnet-5-5).
  2. Automatische Prüfung (Jev) fand: Nachbesserungsbedarf. Die maschinelle Redaktion hat das Argument as_extracted.
  3. Abgleich (Jev): dasselbe Argument auch bei ENVIRIA Energy Holding GmbH (58 % sicher).
  4. Maßnahme zugeordnet (Jev, 53 % sicher).
  5. Dieser Streitfrage zugeordnet (Jev, 73 % sicher).

„muss ich für alle Bestandsanlagen und die neue Anlage ein Zertifikat beantragen“

„Da derzeit alle Erzeugungsanlagen im Anlagenzertifikat berücksichtigt werden müssen, kann schon durch einen minimalen Zubau von 20 kW ein neues Zertifikat mit genannten Kosten erforderlich sein.“

Zertifikatspflicht trifft Bestandsanlagen mit Volleinspeisung NLF GmbH

Wer bereits eine Volleinspeise-Anlage (z.B. 80 kWp) hat, kann einen Zubau für den Eigenverbrauch (100–200 kWp) nur mit einem Anlagenzertifikat realisieren, obwohl er ihn technisch problemlos bauen könnte.

  1. Aus der Stellungnahme von NLF GmbH zerlegt (Sprachmodell, claude-sonnet-5-5).
  2. Automatische Prüfung (Jev) fand: Nachbesserungsbedarf. Die maschinelle Redaktion hat das Argument as_extracted.
  3. Abgleich (Jev): als neues Argument erkannt, keine andere Stellungnahme sagt dasselbe.
  4. Maßnahme zugeordnet (Jev, 74 % sicher).
  5. Dieser Streitfrage zugeordnet (Jev, 92 % sicher).

„Da er aber bereits z.B. 80kWp in der Volleinspeisung hat, wäre ein aufwendiges Anlagenzertifikat nötig.“

Zertifikatsgrenze auf 1 MWp anheben NLF GmbH, Gorfion Green Energy GmbH, Deutsche Post DHL Group, HDE, DGRV, Schwarz Unternehmenskommunikation GmbH & Co. KG

Die Grenze, ab der ein Anlagenzertifikat erforderlich ist, soll auf den Wert von 2018 (1 MWp) zurückgesetzt werden.

  1. Aus der Stellungnahme von NLF GmbH zerlegt (Sprachmodell, claude-sonnet-5-5).
  2. Automatische Prüfung (Jev) fand: Nachbesserungsbedarf. Die maschinelle Redaktion hat das Argument as_extracted.
  3. Abgleich (Jev): dasselbe Argument auch bei Gorfion Green Energy GmbH (96 % sicher), Deutsche Post DHL Group (63 % sicher), HDE – Handelsverband Deutschland e. V. (92 % sicher), DGRV – Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband e. V. (85 % sicher), Schwarz Unternehmenskommunikation GmbH & Co. KG (63 % sicher).
  4. Maßnahme zugeordnet (Jev, 40 % sicher).
  5. Dieser Streitfrage zugeordnet (Jev, 100 % sicher).

„Daher schlagen wir vor, die Grenze für ein erforderliches Anlagenzertifikat auf die alte Grenze aus dem Jahr 2018 in Höhe von 1 MWp anzuheben.“

„Erhöhung auf die Zertifizierungsgrenze auf 1 MW (so wie vor 2019)“

„Wie auch bei der Ausschreibungspflicht sollte die Schwelle für die Notwendigkeit einen Anlagezertifikats A statt bei 950 kWp bei 1MWp liegen.“

„schlägt vor, die 135 kW-Grenze für verpflichtende Zertifizierungsver- fahren auf 1 MW anzuheben“

„Die VDE-AR-N-4110 sollte überarbeitet werden, so dass ein Anlagenzertifikat erst für Anlagen ab 1 MW notwendig ist.“

„Eine Anhebung der Zertifizierungsgrenze auf 1 MW“

Zertifikatsgrenze führt zu Dimensionierung knapp darunter oder Projektabbruch NLF GmbH

Wegen der Zertifikatspflicht werden Anlagen auf eine Gesamtleistung von 134,9 kWp zugeschnitten oder gar nicht erst gebaut.

  1. Aus der Stellungnahme von NLF GmbH zerlegt (Sprachmodell, claude-sonnet-5-5).
  2. Automatische Prüfung (Jev) fand: Nachbesserungsbedarf. Die maschinelle Redaktion hat das Argument as_extracted.
  3. Abgleich (Jev): als neues Argument erkannt, keine andere Stellungnahme sagt dasselbe.
  4. Maßnahme zugeordnet (Jev, 74 % sicher).
  5. Dieser Streitfrage zugeordnet (Jev, 99 % sicher).

„Manchmal plant man die Anlage dann in Summe auf 134,9 kWp, oft kommt es gar nicht erst zum Bau der PV-Anlage.“

Unterdimensionierung von Gewerbeanlagen ist ineffizient und verschenkt Ausbaupotenzial Gorfion Green Energy GmbH

Die durch die Zertifikatsgrenze bedingte Unterdimensionierung von Gewerbe-Solaranlagen wird als ineffizient bewertet und als Verschenken von Ausbaupotenzial.

  1. Aus der Stellungnahme von Gorfion Green Energy GmbH zerlegt (Sprachmodell, claude-sonnet-5-5).
  2. Automatische Prüfung (Jev) fand: Tatsache und Wertung vermischt. Die maschinelle Redaktion hat das Argument in mehrere Argumente geteilt: „Der Punkt vermischte eine prüfbare Tatsachenbehauptung (Zertifikatsgrenze führt zu unterdimensionierten Anlagen) mit einer Wertung (ineffizient, verschenktes Potenzial); daher getrennt.“
  3. Abgleich (Jev): als neues Argument erkannt, keine andere Stellungnahme sagt dasselbe.
  4. Maßnahme zugeordnet (Jev, 87 % sicher).
  5. Dieser Streitfrage zugeordnet (Jev, 99 % sicher).

„Dies ist ineffizient und hierdurch verschenken wir massiv Ausbaupotential.“

Anhebung der EEG-Ausschreibungsschwelle von 750 kWp auf 1 MWp ist positiv Deutsche Post DHL Group

Die im EEG bereits vorgenommene Anhebung der Schwelle für die Ausschreibungspflicht von 750 kWp auf 1 MWp wird von der Einreichenden (Deutsche Post AG) positiv bewertet.

  1. Aus der Stellungnahme von Deutsche Post DHL Group zerlegt (Sprachmodell, claude-sonnet-5-5).
  2. Automatische Prüfung (Jev) fand: mehrere Behauptungen in einem Satz, Forderung als Behauptung formuliert, Tatsache und Wertung vermischt. Die maschinelle Redaktion hat das Argument in mehrere Argumente geteilt: „Das Lob für die bereits erfolgte EEG-Anhebung und die Forderung nach einer weiteren Anhebung sind unabhängig voneinander annehmbar bzw. ablehnbar; daher geteilt.“
  3. Abgleich (Jev): als neues Argument erkannt, keine andere Stellungnahme sagt dasselbe.
  4. Maßnahme zugeordnet (Jev, 87 % sicher).
  5. Dieser Streitfrage zugeordnet (Jev, 95 % sicher).

„Die schon im EEG vorgenommene Anhebung der Schwelle für die Ausschreibungspflicht von 750 kWp auf 1MWp sehen wir positiv“

Genossenschaft EENA baut wegen EEG-Bedingungen kaum noch Dachanlagen >1 MWp/Jahr EENA EG

Die Bürgergenossenschaft ErneuerbareEnergien Neckar-Alb eG (EENA) gibt an, unter den derzeitigen EEG-Randbedingungen nicht mehr mit Dachanlagen im Umfang von über 1 MWp pro Jahr aktiv sein zu können.

  1. Aus der Stellungnahme von EENA EG zerlegt (Sprachmodell, claude-sonnet-5-5).
  2. Automatische Prüfung (Jev) fand: Forderung als Behauptung formuliert, Tatsache und Wertung vermischt. Die maschinelle Redaktion hat das Argument in mehrere Argumente geteilt: „The point mixed a factual claim (the cooperative can currently not build over 1 MWp of rooftop PV per year) with a demand/value judgment (EEG compensation should be improved quickly); split into the two.“
  3. Abgleich (Jev): als neues Argument erkannt, keine andere Stellungnahme sagt dasselbe.
  4. Maßnahme zugeordnet (Jev, 83 % sicher).
  5. Dieser Streitfrage zugeordnet (Jev, 62 % sicher).

„damit wir endlich wieder mit Dachanlagen im Umfang von > 1 MWp pro Jahr aktive Teilnehmer und Unterstützer der Energiewende sein können“

Gewerbedach-Segment bricht ein: anzulegende Werte bis 1 MW anheben BSW, BSW

Die Zubauleistung auf mittelgroßen Gewerbedächern ist 2022 um 30 % eingebrochen, weil die Vergütung die Kostensteigerungen nicht abbildet; sie sollte so angehoben werden, dass sich Investitionen nach spätestens 10 Jahren amortisieren.

  1. Aus der Stellungnahme von BSW – Bundesverband Solarwirtschaft e. V. zerlegt (Sprachmodell, claude-sonnet-5-5).
  2. Automatische Prüfung (Jev) fand: Rolle im Argument unsicher. Die maschinelle Redaktion hat das Argument as_extracted.
  3. Abgleich (Jev): dasselbe Argument auch bei BSW – Bundesverband Solarwirtschaft e. V. (74 % sicher).
  4. Maßnahme zugeordnet (Jev, 95 % sicher).
  5. Dieser Streitfrage zugeordnet (Jev, 90 % sicher).

„Die 2022 auf mittelgroßen Gewerbedächern neu installierte PV-Leistung ist wie im Vorjahr 2021 weiter eingebrochen (– 30 %).“

„zeitnah derart erfolgen, dass sich Investitionen auch im Falle geringfügigen solaren Ei- genverbrauchs spätestens nach 10 Jahren amortisieren.“